Die Bedingungen für ErntehelferInnen nach dem Tod eines an Covid19 infizierten Saisonarbeiter

Wer es wissen will, weiß es schon lange. Die Arbeits- und Lohnbedingungen für Saisonarbeiter*innen auf den Spargelfeldern, aber auch in der Fleischindustrie sind mies. Betroffen sind meist Menschen aus Rumänien und Polen. In der Coronakrise erscheinen diese Verhältnisse wie auf einem Brennglas. Die Fleischindustrie hat sich zu einem Corona-Hotspot entwickelt. Für die heilige Spargelernte wurden die geschlossenen Grenzen geöffnet, um ErntehelferInnen anzukarren, die nach der Einreise 2 Wochen den Arbeitsort nicht verlassen dürfen und dass zeigte sich zum Beispiel in Bad Krozingen: Gesundheitsschutz ist in den Massenunterkünften nicht machbar. Am 11. April starb ein rumänischer Erntehelfer, der für die hiesigen SpargelesserInnen Spargel stach, erkrankt an Covid19, in einem Wohncontainer.

Mit den Bedingungen unter denen die Menschen dort leben und arbeiten müssen, haben sich auch Personen von Corona Solidarität Freiburg auseinandergesetzt und sind zur Recherche in die Gegend von Bad Krozingen, zum großen regionalen Spargel und Erdbeerbetrieb Fritz Wassmer gefahren. Über die gewonnen Erkenntnisse haben wir mit Mandana und Sid von Corona Solidarität Freiburg gesprochen.

Link Interview: https://rdl.de/sites/default/files/audio/2020/05/20200515-diebedingung-w19370.mp3

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